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Interpellation: Unsinnige Markierungen auf der Westlichen Bergstrasse in Littau

Im Mai wurden auf der westlichen Bergstrasse von Chrattenbach bis Spitz die Randlinien neu markiert und gleichzeitig bis Mooshof sogenannte Sichtzeichen angebracht. Diese Sichtzeichen sind ca. 30 cm hoch und wurden im Abstand von ca. 35 m auf die Strasse montiert, die Fahrbahnbreite wurde auf 3.5 m verkleinert. Geplant war die Aktion zur Verbesserung der Sicherheit der Fussgänger und Radfahrer, was grundsätzlich zu begrüssen wäre. Leider sind die Massnahmen untauglich und haben die Verkehrssituation sogar noch verschlimmert.

Auf der Westlichen Bergstrasse ist an dieser Stelle Tempo 80 erlaubt. Bisher war ein Kreuzen von Personenwagen oder auch mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen mit verminderter Geschwindigkeit möglich. Durch die hüglige Strasse ist die Sicht an gewissen Stellen stark begrenzt. Ein Kreuzen ist jetzt aber nur noch möglich, wenn man zwischen den Sichtzeichen anhält. Da diese in so kurzem Abstand montiert sind, muss für das Anhalten innerhalb kurzer Distanz stark abgebremst werden. Die Autos stehen dann oft dicht vor den Schildern und fahren dann beim Wegfahren über die Schilder, da sie dann kaum mehr zu sehen sind.

Für Radfahrer bleibt zwischen den Sichtzeichen und dem Strassenrand kein Platz mehr. Teilweise hat es gerade noch 5 cm Platz bis zum Fahrbahnrand. Durch die Probleme beim Kreuzen kommen die Radfahrer zusätzlich unter Druck und die defekten Sichtzeichen stellen ebenfalls eine Gefährdung dar, da sie bei schlechtem Wetter oder nachts schlecht sichtbar sind.

Wir bitten deshalb den Stadtrat um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. Weshalb wurden die Schilder montiert, obwohl offensichtlich ist, dass es für Radfahrer und Fussgänger keinen Platz hat? Weshalb wurde nicht erst die Strasse verbreitert?
  2. Wie steht der Stadtrat dazu, die Strasse beidseits zu verbreitern, so dass genügend Platz für einen Fuss- und Radweg und für das langsame Kreuzen der Autos ist? Gemäss Grundbuch ist die Strasse ca. 5.3 m breit eingetragen. Tatsächlich dürfte sie aber meist einiges schmaler sein.
  3. Braucht es für die Verbreiterung der Strasse respektive dem Bau eines Rad- oder Fusswegs eine Baubewilligung?
  4. Durch unübersichtliche Stellen (z. B. Hügel beim ehemaligen Bergschulhaus) und die doch hohe Geschwindigkeit ist es oft nur mit einem starken Bremsmanöver möglich, noch zwischen die Sichtschilder zu kommen. Durch den kurzen Abstand muss erst stark abgebremst und dann im Schritttempo dazwischen gefahren werden. Da die von unten kommenden Fahrzeuge die Geschwindigkeit kaum verringern und oft auch mittig der Strasse fahren, entstehen immer wieder gefährliche Situationen. Insbesondere wenn noch Radfahrer zwischen den Sichtschildern sind. Wie gedenkt der Stadtrat diese Situationen zu entschärfen? Oder ist der Stadtrat der Meinung, die jetzige Situation sei weniger gefährlich als vorher?
  5. Durch defekte Schilder, kaum sichtbare Bodenplatten und schwierige Kreuzungen von Motorfahrzeugen werden Radfahrer zusätzlich gefährdet. Wie gedenkt der Stadtrat die Situation kurzfristig wieder zu entschärfen? Ist ein Rückbau der Sichtschilder denkbar?
  6. Naturgemäss sind auf dieser Strasse viele Lastwagen und landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs, vom Traktor mit Anhänger bis zum Mähdrescher. Diese Fahrzeuge haben gar keinen Platz zwischen den Sichtzeichen, resp. können kaum dazwischen fahren. Die vorhandenen Ausweichstellen reichen vor allem bei hohem Verkehrsaufkommen durch Pendler nicht aus und das Kreuzen ist sehr problematisch. Zudem müssen Landwirte mit ihren Fahrzeugen von der Strasse zwischen den Schildern hindurch auf das Feld fahren, was ein vorsichtiges Ausholen und Lenken verlangt, um die Sichtzeichen nicht umzufahren. Ein Sichtzeichen ist sogar in der Einfahrt einer Strasse montiert. Wie beurteilt der Stadtrat diese Situation?
  7. Im Winter muss die Strasse mit ihren vielen Steigungen vom Schnee geräumt werden. Es ist schwer vorstellbar, wie die Räumfahrzeuge mit ihren Schaufeln neben und zwischen den Sichtzeichen den Schnee wegräumen. Wie gedenkt man diese aufwändige Räumung zu organisieren oder gedenkt man die reihenweise abgerissenen Sichtschilder Ende Winter im Schneehaufen zu suchen und neu zu montieren?
  8. Wie viel hat die Massnahme mit Markierungen und Sichtschildern bis jetzt gekostet? Sind die Kosten angesichts der fragwürdigen Massnahme und der knappen Stadtkasse gerechtfertigt?
  9. Viele Sichtschilder sind bereits defekt oder fehlen bis auf die Bodenplatte. Wie viel kostet der Ersatz eines solchen Schilds inklusive Arbeitszeit?

Namens der SVP-Fraktion

Peter With
Grossstadtrat 

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