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Harmos ist und bleibt nicht harmlos!

Harmos wurde zwar per Volksentscheid 2008 klar und deutlich an der Urne verworfen. Doch mit dem neuen Volksschulgesetz wird auf freiwilliger Basis und durch die Hintertüre durch Pilotversuche in vier Klassen die Basisstufe trotzdem in der Stadt Luzern eingeführt. Das ist ein klares Zeichen wie man den Volkswillen umgeht, wenn er nicht ins Konzept passt. Dann kommt die unrühmliche Salamitaktik zur Anwendung.

Da liest man in den Medien: „Basisstufe, Gratwanderung trotz Harmos-nein in Luzern geglückt“. Solche Gratwanderungen sind es, die unsere Stimmbürger verärgern und den altbekannte Stammtisch-Spruch wiederholt und zu Recht bestätigen, „Wir haben das doch abgelehnt, aber die „do Obe“, machen trotzdem was sie wollen, warum gehen wir überhaupt noch stimmen. Da nützen auch vorfrankierte Antwortcouverts nichts, wie das auch schon verlangt worden ist. Wenn unser Stimmvolk so hinter das Licht geführt wird, müssen wir nicht erstaunt sein wenn sie nur noch verdrossen oder überhaupt nicht mehr an die Urne gehen.

Repräsentative Langzeiterfahrungen zur Basisstufe liegen noch keine vor und trotzdem will man diese weiterführen und auch noch ausbauen. Dass sich immer mehr Eltern öffentlich, sehr kritisch zu ihren negativen Erfahrungen äussern, und teils Ihre Kinder umplatzieren wollen, wird nicht erwähnt. Auch in persönliche Gesprächen mit Eltern, die Kinder in diesem Alter haben, äussern diese grosse Bedenken für das Vorankommen ihrer Liebsten, wenn diese immer wieder Wiederholungen anhören müssen und mit dem eigenen Stoff nicht weiter kommen. Die Lehrer werden einfach über Gebühr von den schwachen Kameraden absorbiert und die Lernziele können nicht erreicht werden. Einzig und alleine bei der Sozialkompetenz sei ein Fortschritt zu verzeichnen. Ein hoher Preis, unseres Erachtens für ein solches Experiment wo die Kinder einmal mehr instrumentalisiert werden.

Dass die Einführung der Basisstufe pro Klasse rund 50% mehr Stellenprozente und zusätzlich 50% mehr Raumbedarf erfordern wird erwähnt. Dass die Gemeinde Stadt Luzern von diesen baulichen Mehrkosten zu 75% zu tragen hat wird verschwiegen. Aus der Gesamtplanung 2012-2016 sind erste Kosten mit 1.3 Millionen Franken veranschlagt. Welcher Millionenbetrag für die Basisstufe in den gut 210 Millionen Franke Gesamtsanierungsprojekten schlummern kann man nicht beurteilen. Aber es wird auch einen schönen Millionen-Betrag sein.

Aus unserer Sicht ist die Antwort vom Stadtrates unbefriedigend, er nimmt das Postulat mit der Ausbauforderung der Basisstufe enfach entgegen und will über die Kosten erst im Februar 2012 diskutieren. Wir lassen uns vor dem Wahljahr 2012 keinen Honig um den Mund streichen, wir wollen genau wissen was das Experiment die Steuerzahler kosten wird, das vor allem auch, weil eine Steuererhöhung angedacht ist.

Lucas Halter
SVP-Grossstadtrat Luzern 

 

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