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Dringliches Postulat «Pop-up-Parks stoppen – Erreichbare Quartiere statt Stadtträumereien»

Auf den von der Stadt Luzern publizierten Bildern sind „Spielplätze“ mit Kindern zu sehen. Es stellt sich also die Frage, ob man gar temporäre Spielplätze ermöglichen will. Falls ja, ist das irritierend,

Die Stadt Luzern sieht sich bekanntlich gerne als Weltstadt und in einigen Bereichen mag das auch stimmen. Sich mit Athen, Wien oder San Francisco zu vergleichen ist aber in Bezug auf die Notwendigkeit von Pop-up-Parks stark übertrieben. So herrscht in der Stadt Luzern, verglichen mit den Betonwüsten von Athen oder San Francisco, kein Mangel an Aufenthaltsmöglichkeiten und die an den Stadträndern gelegenen Naherholungsgebiete sind innert Kürze erreichbar. Zudem ist das Parkplatz- oder Strassenangebot in den genannten Städten ein anderes.

Auf den von der Stadt Luzern publizierten Bildern sind „Spielplätze“ mit Kindern zu sehen. Es stellt sich also die Frage, ob man gar temporäre Spielplätze ermöglichen will. Falls ja, ist das irritierend, dass die Stadt Luzern, die ansonsten, und das völlig zurecht, viel Geld in die Sicherheit der Spielplätze investiert, den Aspekt der Sicherheit hier nun einfach ignorieren will. Dass diese Plätze dann auch als Spielplätze genutzt würden, ist daher umso fraglicher.

Auf der Webseite und in der Medienmitteilung wird von brachliegenden Flächen gesprochen, Parkplätze sind jedoch nicht brachliegende Flächen. Parkplätze dienen dem städtischen Gewerbe und dessen Kunden und sind in der Regel ganztags ausgelastet, werden also beansprucht. Gerade nach der Coronakrise ist es nun wichtig, dass die einheimischen Kunden aus der Region in die Stadt kommen und hier Geld ausgeben können. Dafür sind zu Pop-up-Parks umfunktionierte Parkplätze und Strassen während der zweijährigen Projektphase kontraproduktiv. Die SVP-Fraktion sieht zudem keine ausreichende Nachfrage nach solchen Verweilmöglichkeiten. Einerseits ist es ungemütlich, zwischen parkenden Fahrzeugen und dem Verkehr sich auf Beton und Asphalt nieder zu lassen und andererseits gibt es genügend Alternativen mit ausreichend Platz und mehr Aufenthaltsqualität, die zum Verweilen einladender sind.

Die SVP-Fraktion ist aber überzeugt, dass die Idee von Pop-up-Parks, wo man die Gestaltung der Bevölkerung überlässt nicht grundsätzlich schlecht ist. Es gibt diverse Plätze (z.B. in der Altstadt oder auf den zahlreichen bestehenden Grünflächen) oder leere ungenutzte Grundstücke, wo eine solche temporäre Nutzung einen Mehrwert erzeugt ohne dass dadurch ein Zielkonflikt entsteht. Da in unseren Augen die Erreichbarkeit der Stadt Luzern nicht verschlechtert werden soll, fordern wir den Stadtrat auf, auf die Kostenbeiträge von jeweils 1000.- und das temporäre Aufheben von Parkplätzen und Sperren von Strassenabschnitten zu Gunsten von Pop-up-Parks während der zweijährigen Projektphase zu verzichten.

Patrick Zibung

Namens der SVP-Fraktion

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